Einführung
Nach der erfolgreichen Ausstellung im Haus Kemnade zu Beginn des Jahres gibt es nun eine zweite Gelegenheit, ein vermeintlich vertrautes Instrument in seiner bislang wenig bekannten Vielfalt neu zu entdecken. Anlass ist die Wahl des Akkordeons zum Instrument des Jahres 2026, eine Auszeichnung, die die Landesmusikräte alljährlich an ein anderes Instrument vergeben.
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Rund 30, zum Teil historische Instrumente – von der französischen Flutina über die Wiener Schrammelharmonika bis zum russischen Bajan und zu Akkordeons renommierter deutscher und italienischer Hersteller – zeichnen die Entwicklung vom frühen Handbalginstrument bis zu den technisch ausgereiften Modellen des 20. Jahrhunderts nach. Sie zeugen von unglaublichem Erfindergeist und handwerklicher Präzision, von klanglicher Vielfalt und internationalen Verbindungen.
Begleitende Texte erzählen die Geschichte des Akkordeons, von seinem ältesten Vorläufer, der chinesischen Sheng, bis zur Patentanmeldung des „Accordions" durch Cyrill Demian im Jahr 1829 und dessen rasche Verbreitung und Weiterentwicklung. Ein eigener Bereich widmet sich den verschiedenen Akkordeontypen vom diatonischen Instrument über das Pianoakkordeon bis zum chromatischen Knopfakkordeon und bietet Einblicke in deren Aufbau, Mechanik und Spielweisen.
Historische und zeitgenössische Fotografien, Noten und Schallplattencover sowie weitere Dokumente veranschaulichen die kulturelle Praxis des Instruments. Zum Schluss überrascht eine Vitrine, die zum Schmunzeln einlädt: Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Konzerte im Begleitprogramm lassen die vielfältigen Klangfarben des Akkordeons lebendig werden. Führungen – zu festen Terminen und auf Anfrage – ermöglichen einen vertieften Blick auf die Instrumente der Ausstellung.
Entdecken Sie, wie sich das Akkordeon vom anfänglichen Spielzeug- zum Volksinstrument und schließlich zum ausgereiften Konzertinstrument entwickelt hat, das die internationalen Bühnen erobert.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Jahr des Akkordeons 2026!
Rahmenprogramm
Stand: 23.09.202619. September 2026, 15:00 Uhr: Kinderführung
Eine spannende Suche nach insgesamt neun Rätseln führen zu einem Schatz!
20. September 2026, 17:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
30. September 2026, 15:30 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
30. September 2026, 17:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
7. Oktober 2026, 15:30 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
7. Oktober 2026, 17:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
8. Oktober, 13:00 Uhr: Rotariertreffen
Leitung und Vortrag: Bert Jonas, Leiter der Musik- und Kunstschule Duisburg (geschlossene Veranstaltung)
10. Oktober 2026, 15:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
10. Oktober 2026, 17:00 Uhr: Konzert der Akkordeonklasse der Musikschule Mülheim/Ruhr
Unter Leitung von Yilin Han
11. Oktober, 17:00 Uhr: Konzert
„Das Gift dringt durch die Augen ein"
ZUNGENREDEN
Thomas Bremser - Altus und Rezitation
Britta Antunes - Akkordeon
Musik von Georg Friedrich Händel, Benjamin Britten, John Wilson, Edvard Grieg,Thomas Morley, Claudin de Sermisy, Toshio Hosokawa und Henry Purcell

14. Oktober 2026, 15:30 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
14. Oktober 2026, 17:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
18. Oktober, 15:00 Uhr: Kuratorenführung
Ralf Kaupenjohann erläutert die Entwicklung des Akkordeons vom Spielzeug zum Konzertinstrument
18. Oktober, 17:00 Uhr: Konzert
Angelina Nalbantova – Violine
Nico Gutu – Akkordeon
„Weltweite Schätze“
So wertvoll der Schatz auch ist – manchmal verstellt der Fokus auf die mitteleuropäische Einzelgeniemusik den Blick für die unfassbare Vielfalt drumherum. Wie viele Melodien der Dorf- und Bauernhochzeitsmusikanten gibt es noch zu entdecken! In diesem Kammerkonzert zeigen uns Angelina Nalbantova aus Bulgarien und Nico Gutu aus Moldawien, was der europäische Osten um Rumänien, was Argentinien, Frankreich und Spanien auf diesem weiten Feld zu bieten haben. Die Nähe zum improvisierten Jazz ist fast immer spürbar – im Zentrum steht Chick Coreas Jahrhundertkomposition „Spain“. Violine und Akkordeon sind die flexiblen, hier überaus passenden, weil im klaren Kontrast zum großen Symphonieorchester stehenden Instrumente. Gute Reise in die weite Welt!
